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Wie entkalke ich einen elektronischen Durchlauferhitzer?

Alle elektronischen Durchlauferhitzer müssen regelmäßig entkalkt werden. Zur Ausnahme gehören nur Blankdraht-Heizsysteme, die keinem Entkalken unterzogen werden müssen. Um festzustellen, ob das Gerät überhaupt entkalkt werden kann, sollte man einen Blick in die technische Dokumentation des Modells schauen. Dort sollten weitere Informationen zu finden sein. Es gibt elektronische Durchlauferhitzer von Herstellern, bei denen das Entkalken nicht nötig ist. Wenn es bei diesen Geräten zu Problemen kommt, kann es nicht an den Kalkablagerungen liegen sondern muss andere Gründe haben.

Verkalkungen entstehen über eine längere Zeit, vor allem, wenn sehr kalkhaltiges, hartes Wasser von dem Gerät erwärmt wird. Kalkablagerungen können dem Gerät langfristig schädigen, jedoch sind sie nicht immer dafür zuständig, wenn ein Durchlauferhitzer abrupt kaputt geht. Dennoch können Kalkablagerungen dafür sorgen, dass das Wasser langsamer warm wird und mehr Strom für die Erwärmung benötigt wird. Sobald man merkt, dass sich die Leistung des elektronischen Durchlauferhitzers verringert, ist das häufig ein Anzeichen für starke Kalkablagerungen.

Entkalken ist Profi-Sache

Das Entkalken wird mit einer speziellen Lösung durchgeführt, die den Kalk, auch Calciumcarbonat genannt, von dem Teil löst. Nur Fachleute wie Sanitär-Installateure sollten das Entkalken durchführen, denn der elektrische Durchlauferhitzer wird in seine Einzelteile zerlegt. Diese müssen nach dem Entkalken wieder richtig zusammengebaut werden, damit das Gerät einwandfrei funktioniert. Außerdem werden die meisten Durchlauferhitzer mit Starkstrom betrieben. Schon aus diesem Grund sollte sich kein Laie an die Demontage des Gerätes wagen.

Ablauf des Entkalken eines Durchlauferhitzers

Um einen elektronischen Durchlauferhitzer zu entkalken, müssen einige Arbeitsschritte vollzogen werden.

  • Zu erst müssen alle Zuleitungen, also Wasser und Strom, von dem elektrischen Durchlauferhitzer abgekoppelt werden.
  • Das Gerät wird dann von seinem Standort abgebaut und in alle Einzelteile zerlegt. Bei den Teilen, die am meisten unter Kalkablagerungen leiden, handelt es sich um die Wasserschlange und die dazugehörigen Dichtelemente.
  • Die von Kalk angegriffenen Teile müssen in ein spezielles Säurebad gelegt werden, wo sie für einige Stunden von dem Kalk entfernt werden. Wenn sich der Kalk nicht einfach entfernen lässt, muss der Bestandteil sogar einige Tage in dem Säurebad liegen bleiben.
  • Nachdem die Einzelteile von dem Kalk entfernt wurden, sollten alle Teile mit klarem Wasser abgespült werden, um die Rückstände des Calciumcarbonats und der Säure restfrei von den Teilen zu entfernen.
  • Dann werden die Teile zum Trocknen gelegt.
  • Zu guter Letzt wird der elektronische Durchlauferhitzer wieder zusammengebaut. Hier müssen eventuell neue Dichtungselemente eingesetzt werden, wenn die alten aufgrund des Säurebades oder ihres Alters nicht mehr dicht halten können. In der Regel ist dieses Zubehör sehr einfach im Fachhandel zu erwerben.

Regelmäßiges Entkalken sorgt für Langlebigkeit

Das Entkalken sollte regelmäßig durchgeführt werden. Wie oft, ist abhängig von der Härte und des Kalkgehalts des Wassers. Ein Sanitär- bzw. Elektrofachmann kann zu den Kalkablagerungen bei einem Gerät die besten Aussagen machen. Ist das Gerät voll mit Kalkablagerungen, sollte man überlegen, ob eine Neuanschaffung nicht sinnvoller ist. Das kann vor allem so sein, wenn es sich um ein sehr altes Gerät handelt.


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